|
Sicherheitstraining Mai 2008 in Wiehl (Oberbergisches Land)
Wenden am Berg in scheinbar hoffnungsloser Situation - eng und steil. Wenden in drei ZÜGEN NICHT MÖGLICH. Gerald forderte uns heraus.
Wie geht es? Rückwärtsrollen? Zu gefährlich, zu unsicher!
1. Notschalter auf aus. Zündung bleibt an.
2. Voller Lenkeinschlag zur Bergseite, mit Kupplungsspiel sanft rückwärts bis nichts mehr geht, also immer so weit wie möglich.
3. Mit dem Vorderrad Aktionsspielraum nach vorne schaffen, Lenker hin und her bewegen, dabei bewegt das Vorderrad die Maschine talseitig, auch wenn es einem nicht so erscheint. Hier ist je nach Steigungsgrad das Kippen der Maschine zur Bergseite erforderlich, doch ist der rechte Fuß nicht mit der Fußbremse beschäftigt, sondern steht im Bedarfsfall für das Stützen der Maschine zur Verfügung. Lange Beine sind dabei von Vorteil, aber kurze kein Hindernis, mit der Situation fertig zu werden.
4. Steht das Vorderrad in der Position, die ein Wenden ermöglicht, Kupplung ziehen und mit eingeschlagenem Lenker und Blickrichtung zur Talseite rollen lassen.
5. Notschalter auf ein, Maschine starten, wegfahren. Wendemanöver abgeschlossen. (Funktioniert nicht bei Zweitaktern!)
Warum überhaupt der Notschalter? Du hast beide Hände frei für den Lenker und musst nicht am Zündschlüssel drehen!
Das macht dich nur noch nervöser in stressiger Situation.
Nun - so sieht die Lage von oben aus. Eine Treppe zeigt uns das Ende.
Wir sind ziemlich ratlos - was geht jetzt noch?
Die Letzten werden die Ersten ein.
Weiter unten war es nicht ganz so schlimm mit der Steigung.
Das reduzierte den Stress, das Prinzip blieb das Gleiche.
Geschafft.
Die Nächste bitte. Ansage und Zuspruch von hinten.
Die Ersten hatten es am schwersten.
Nochmal - es ist steiler, als es aussieht!
Hier muss die Maschine ziemlich zur Bergseite gekippt werden.
Auch bei langen Beinen schwebt mitunter der rechte Fuß anmutig über dem Boden. Und unter dem Helm wird es immer wärmer. Hier bewegt Silke das Vorderrad durch Lenkerbewegung nach rechts und links, sie schaufelt sich quasi frei für den Lenkeinschlag nach der Talseite, um wenden zu können.
Die, die nur zugucken dürfen, leiden mit ihr.
Zweitakter müssen leider festgehalten werden. Aufgrund des Funktionsprinzips rollt die Maschine trotz eingelegten Gangs rückwärts.
Glück, wer damit nicht alleine unterwegs ist.
Fallbesprechung. Es ist steiler, als es auf dem Foto aussieht!
Gerald muss ran. Die Kawa scheute.
Die jüngste Teilnehmerin auf ihrer XT. Gestützt von Gerald am Heck der Maschine als psychologische Hilfe. Erforderlich war es eigentlich nicht.
Rückwärts mit dosierter Kupplung.
Weiter rückwärts, reicht leider immer noch nicht. Jetzt schaufeln mit dem Vorderrad.
Die linke Hand ist an dieses Handling mit der Kupplung nicht gewöhnt, es war für alle eine neue Erfahrung.
So - und nun rechts einschlagen und rum!
Fast geschafft! Nur ein bisschen durch die Wiese.
Zum Schluss Gerald, der keine Hilfe bei der Ninja brauchte.
Danke Gerald! Jetzt kommt jede/r klar.
|